forum: beauty/individuality/pleasure
conformity and controversy

your annotation>>>

Individuality is in a constant state of tension between group conformity and personal disassociation. Although nowadays there are no longer rigid social structures as there were in previous centuries, standards of dress – the dress code – may be unspoken but are all the more effective as a result of millions of visual representations. The degree of individuality clearly demonstrated through fashion is still determined by the extent of conformity – in other words adaptation to social norms – and the point at which there is a break with it, i.e. controversial elements. It is up to each individual to choose his or her personal preference.

Individualität befindet sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Gruppenkonformität und individueller Abgrenzung. Obwohl es heute keine starren sozialen Strukturen mehr gibt wie in früheren Jahrhunderten, bleiben die Bekleidungsnormen - die vestimentären Codes - zwar unausgesprochen, aber über millionenfache bildliche Darstellungen umso wirksamer. Das konkret über Mode vorgeführte Mass an Individualität bestimmt sich immer noch aus dem Verhältnis an Konformität - also Anpassung an gesellschaftliche Normen - und deren Bruch, also kontroversiellen Elementen. Jeder hat hier selber seine Position zu finden.

L‘individualità si trova in un‘area di continua tensione tra conformismo di gruppo e delimitazione individuale. Nonostante oggi non ci siano più strutture sociali rigide come nei secoli precedenti, le regole inerenti l’abbigliamento – i codici di vestizione – rimangono, in forma non verbale, attraverso milioni di rappresentazioni per mezzo dell‘immagine, e quindi ancora più incisive. L‘apporto di individualità presentato concretamente dalla moda viene definito tuttora dal rapporto tra il conformismo – quindi l‘adattamento alle regole sociali – e la rottura dello stesso, quindi gli elementi di controversia. Ognuno deve qui trovare la propria posizione.

L’individualité oscille constamment entre conformisme de groupe et démarcation individuelle. Bien que nous n’observions plus aujourd’hui de structures sociales figées telles qu’elles existaient aux siècles derniers, les codes vestimentaires, bien que désormais implicites, demeurent d’autant plus prégnants qu’ils sont communiqués par d’innombrables représentations imagées. La mesure de l’individualité, concrètement exprimée par la mode, demeure caractérisée par le rapport entre conformisme, c’est-à-dire adaptation aux normes sociales, et rupture par le biais de la controverse. Chacun d’entre nous doit ici trouver lui-même sa place.

your annotation>>>

Xiaoxia: >the moment to simulate the style of life<

 

Terry: >in individuality one can become new...<

 

Boza: >Life is too short to dress dull.<

 

Paul K.: >Meiner Meinung nach geht es heute doch nur mehr darum, wer besser ist als der oder die andere. Die ganze Leidenschaft wird darauf verwendet, um in Sachen Schönheit und Individualität die anderen zu toppen. Das wird uns vieltausendfach anhand der Celebrities vorgeführt und wir "spielen" das dann in unserem gar nicht glamourösen Alltag nach. Ich hätte gerne, dass Schönheit, Individualität und Leidenschaft nicht durch ihre Unterwerfung unter das allgegenwärtige Konkurrenzdenken verdorben worden wären.<

Johannes L.:>Mode war immer und ist auch heute intensiver Ausdruck der sozialen Zugehörigkeit bzw. der Abgrenzung...
Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht spielt dabei jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle. Heute geht es vielmehr um die Zugehörigkeit zu Berufs- oder Interessensgruppen. Nach der Erfindung des Snowboards war es zwingend notwendig, für diese Interessensgruppe einen eigenen Kleidungsstil zu entwickeln. Abgrenzung von den Schifahrern war und ist oberstes Gebot. Gleichzeitig, und darin liegt die Spannung der Mode, muss der Stil so vielfältig und in sich kontroversiell sein, dass er dem einzelnen Gruppenmitglied ermöglicht, sich selbst als einzigartiges Individuum darzustellen und zu erleben. Mode wird damit auch zum Ausdruck persönlicher Freiheit.

In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist der Wunsch nach Individualität massiv angestiegen. Persönliche Freiheit und als Individuum erkannt und wahrgenommen zu werden, haben sich zu besonders wichtigen gesellschaftlichen Werten entwickelt. Konformität und besonders Uniformität sind heute geradezu verpönt. Das verändert auch die Herausforderungen an die Mode. Es geht heute viel weniger darum, wenige Trends möglichst weit zu verbreiten, heute geht es darum, möglichst viele Trends gleichzeitig anzubieten, schneller neue Trends zu entwickeln und durch kontroversiellen Stilmix, Individualität immer wieder zu ermöglichen, ohne dabei jedoch das Ganze aus den Augen zu verlieren. Individualität hat nichts mit Außenseitertum zu tun. <