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Verena von Rotterdam

Verena von Rotterdam ist eine der jungen Künstlerinnen Österreichs, die es verstehen, nicht nur ansprechende Kunst zu machen, sondern aus ihrem Leben selbst ein Kunstwerk zu inszenieren. So kann schon heute behauptet werden, daß sie eine der bekanntesten Künstler des Landes ist.

Ihre Kunst ist ein Produkt der gegenwärtigen Gesellschaft. Dr. Karl Irsigler, Kurator des Museums moderner Kunst, reihte sie in die Tradition der Salonkunst eines Hans Makart, der „Wien um die Jahrhundertwende soziologisch und kulturell veränderte“.

Die teilweise erotischen Bilder erinnern an die Arbeiten von Andy Warhol, das Vorbild von Verena Rotterdam, mit einer Mischung Tamara Lempicka der 30er Jahre.
Rotterdam, klassisch ausgebildet an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, versteht es das heutige Bild von Schönheit des menschlichen Körpers auf Leinwand wiederzugeben. Rotterdams Bilder sind figural - Papageien, Walfische, viele Engel, Pferde, Männerakte,....
Eine Farbe dominiert: von Dr. Irsigler als „Rotti Gelb“ bezeichnet und aus einer Mischung von Gelb und Orange bestehend, ist diese Farbe in fast allen ihren Arbeiten seit der Frühzeit zu finden.

Zahlreiche Amerikaaufenthalte zwischen den Jahren 1989 und 1991 haben nicht nur ihre künstlerische Arbeit geprägt sondern auch ihren Geschäftssinn geschärft. Sie versteht es als eine der wenigen Künstler sich gewinnbringend zu vermarkten. Ausstellungen in der VIP-Lounge des Flughafens Wien, im In-Lokal „Motto“ usw. sichern ihr mediales Echo.
So hat sie zum Beispiel Mad Mat Schuh als Weihnachtsmann für das Restaurant „Motto“ gemalt und daraus eine Ereignis für die Presse inszeniert. Eine der bislang letzten Arbeiten von Rotterdam ist das Bild „Sylvester Stallone & Arnold Schwarzenegger“, das im Lokal „Sly & Arnie“ in der Lackierergasse 5 im 9. Wiener Bezirk zu bewundern ist.

Rotterdams Leben ist gezeichnet vom typischen Künstlerdasein. Ihr Freundeskreis setzt sich zusammen aus Kreativen der verschiedensten Richtungen: Schauspieler, Maler, Fotografen, Modemacher. Was für Andy Warhol Halston war, ist Atil Kutoglu für die 31-jährige Künstlerin. Daraus schöpft sie die kreative Kraft für ihre Arbeit.

„Mode ist wie ein Bruder von mir.“
Ihrer Meinung nach steht Mode in enger Beziehung zur Malerei; jedoch nicht in der Form, daß Rotterdam nun Kleidermode im Bild dokumentiert, sondern eine wechselseitige Beziehung befruchtet beide Ausdrucksformen reziprok hinsichtlich der Darstellung von „schönen Formen“.

Abschaffen an der Modebranche würde sie gerne den Neid, der nur zu oft Kreative in ihrer Arbeit behindert. Aber auch den Neid, den manche gegenüber gut Gekleideten entwickeln.
„Die Leute sollen sich doch kaufen, was sie wollen. Auch wenn sich jemand einen Pelz kaufen will, dann soll er es sich um Gottes Willen einen kaufen. Alles was mit Druck und aggressiv passiert ist nicht gut.“
Wobei sie natürlich betont, daß die artgerechte Haltung der Tiere ein Anliegen der Konsumenten sein sollte.

Schon als Teenager war ihr die eigene Bekleidung sehr wichtig.
„Früher war es den jungen Leuten nicht möglich, so günstig wie heute an modische Dinge heranzukommen; es war auch weniger im Angebot.“

Rotterdam wählt Kleidung nach dem persönlichen Stil aus und hetzt nicht jedem neuen Trend besinnungslos nach. Am Abend bevorzugt sie schwarz in klassischem Stil. Die Alltagskleidung: Jeans mit flottem Oberteil.
„Wichtig ist vor allem, daß ich mich wohl fühle. Ich ziehe nichts an, nur weil es jetzt eben schick ist wie zum Beispiel hohe Plateausohlen. In der Kleidung muß ich mich wiedererkennen können - das zeichnet für mich bequeme Kleidung aus.“
Die Lieblingsmaterialien sind Baumwolle, Seide, Nickistoffe; hinsichtlich Farbe bevorzugt die Künstlerin Schwarz.

Die Abendkleidung stammt zumeist von Atil Kutoglu, da seine Linie ihrem Stil entspricht.
„Klassisch mit modischem Pfiff. Die Materialien sind hochqualitativ inklusive perfekter Verarbeitung. Dazu kommt die persönliche Beratung durch Atil, der einfach weiß, worin ich mich wohlfühle. Die Tageskleidung ist eigentlich zumeist zusammengesetzt aus DIESEL-Produkten.“

Wenn Rotterdam nicht malen würde, wäre sie gerne Managerin im Bereich Werbung, Kommunikation, egal welches Produkt.
„Ich würde alles managen.“

In ihrer persönlichen Modevision wird die Klassik wieder siegen.
„Es gibt momentan so viele bunte Sachen; aber die Konsumenten werden wieder mehr Wert auf Qualität, gedecktere Farben und Naturmaterialien legen. So wird es auch wieder möglich, den ganzen Tag das gleiche Gewand zu tragen.“

Die Chancen der Österreichischen Textilwirtschaft sieht sie in der Förderung und Zusammenarbeit mit jungen Modedesignern, die neue Impulse setzen.

Die Funktion der Mode ist besonders hinsichtlich der Einschätzung des Gegenübers mittels Kleidung sehr groß.
„Zunächst sieht man die Kleidung. Damit wird die erste Einschätzung geliefert. Die Wirkung von klassischer Kleidung besonders im Geschäftsleben ist nicht zu unterschätzen. Man wirkt einfach seriöser. Mit einer Jean hat man nicht den Auftritt wie mit einem Kostüm oder Hosenanzug.“

Was halten Sie vom ersten deutschsprachigen Modemagazin im Internet?

„Ich finde das irrsinnig toll. Eine gute Werbung für junge und auch etablierte Modeunternehmen. Es ist richtig in die Öffentlichkeit zu gehen. Deshalb schätze ich das sehr.“


Verena von Rotterdam

Der Fashion Navigator dankt für das Interview!

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